Servus Escada
Und wieder hat es eines der ganz großen Modehäuser getroffen. Nach Christian Lacroix musste nun auch Escada Insovenz anmelden. Aber es wird weiter gehofft.

Hoffen und warten
“Das Geschäft geht unverändert weiter.” Diese Worte des Escada Vorstands Bruno Sälzer klingen trotzig. Jawohl, Escada macht weiter, auch wenn jetzt ein Insolvenzverwalter das Sagen hat, denn Escada ist pleite. 2.300 Angestellte bangen um ihren Arbeitsplatz und hoffen, dass es nicht ihre Filiale ist, die endgültig geschlossen wird.
Filialen gibt es bei Escada genug und viele sehen darin mit einen Grund für den Zusammenbruch des Unternehmens. 194 Mal ist Escada weltweit mit eigenen Filialgeschäften und 226 Mal als Franchiseunternehmen vor allem in Asien und den USA präsent. 88% des Umsatzes wird in Übersee gemacht und genau dort ist der Modemarkt jetzt zusammengebrochen.
Veraltet
Laut Meinung von Experten war es innerhalb des Vorstands immer wieder zu Kompentenzstreitigkeiten gekommen und die Mode blieb dabei auf der Strecke. Keine neuen Ideen und Designs, stattdessen Mode von Vorgestern und gegen jeden Trend. Die Folgen waren sehr schnell absehbar: Die Kundschaft blieb aus und die teure Luxusmode blieb in den Regalen liegen. Als der Vorstand sich eingestehen musste, dass es so nicht weitergehen kann, war es bereits zu spät: Escada war nicht mehr zu retten.
Hoffung?
Sanieren statt Zerschlagen, so stellt sich Bruno Sälzer die Zukunft von Escada vor. Bleibt nur die Frage ob sich ein Käufer findet, der Escada wieder flott machen möchte, denn es gibt sehr viel zu tun.
Foto: © jokatoons – Fotolia.com
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