Modernes Wohnen – die Kunst der leeren Räume
Mehr Mensch und weniger Möbel, so könnte der Tenor der neuen Innenarchitektur lauten. Weniger ist mehr oder alles Überflüssige bleibt draußen, spartanisch ist IN.
Wie die alten Römer
Vorbild für die neue sparsame Einrichtung sind die alten Römer. Schon vor 2000 Jahre beschränken sie sich auf das Wesentliche. Zwei Liegen, ein kleiner Tisch und ein Stuhl, fertig war die Einrichtung der Antike. Gut, die Grundrisse in den normalen Wohnungen im alten Rom ließen auch nicht mehr Mobiliar zu, aber der Trend ist 2009 wieder IN und das unabhängig von den heutigen Grundrissen.
Weg mit dem Kitsch
Wer sich noch an die 1950er und 1960er Jahre erinnern kann, der kennt wahrscheinlich auch noch die voll geräumten Wohnungen dieser Zeit. Es blieb kaum Platz zum stehen zwischen Nierentisch, Tulpenlampe, Blumenetagere und dem Glasschrank voll mit Kitsch und Staubfängern.
In den 1970er Jahren begann die Zeit der wuchtigen Polstermöbel und Anbauwände aus dunkler, schwerer Eiche. Um das Maß voll zu machen, wurden auch noch die Fenster mit meterlangen Samtvorhängen drapiert.
Wandel Dank Loft
In den 1980er Jahren kam es zum Wandel. Lofts, also Wohnungen in alten Fabriketagen, wurden modern und hier besann man sich auf das Wesentliche. Die Räume sollten wirken, nicht die Möbel. Die Einrichtungen wurden spartanischer, einige wenige Dinge und kein überflüssiger Kitsch.
Die neue Wohnkultur geht in die gleiche Richtung. Helle, licht durchflutete Räume mit alten Holzfußböden und einigen wenigen Wohnaccessoires bilden den Mittelpunkt. Wenn man eine Sonnenbrille im Wohnzimmer braucht, dann ist es gerade hell genug. Dazu kommen Objekte die als Blickfang dienen, dies kann eine extravagante Bodenvase oder auch ein Stuhl aus dem Biedermeier sein. Akzente setzen heißt das Zauberwort. Eben Simple Living, einfaches Leben. Außerdem noch ein Tipp für eine tolle Wanddekoration für die leeren Wände: Dabei handelt es sich um Wandtattoos. Solche Designfolien mit einem Motiv eigenen sich sehr gut um den eigenen Wohnraum kreativ zu gestalten.
Foto: © Dmitry Koksharov – Fotolia.com
Andere Beiträge:
