Wie man lebt, so wählt man auch
Am 27. September ist es wieder so weit: Deutschland wählt! Wie alle vier Jahre werden jede Menge Überlegungen angestellt, wer wen und warum wählen könnte. Ein Hinweis könnte der Lebensstil sein, der im Folgenden ein klein wenig überspitzt dargestellt ist. Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren.
Der CDU Wähler
Der Urlaub spielt sich auf einer chicen Insel, Sylt oder Capri ab, die Luxusuhr sitzt sicher am Handgelenk und der Pulli aus Kaschmir ist nur für die kühlen Herbstabende im Park ähnlichen Garten der geerbten Villa am Stadtrand. Die Ehefrau fährt den Audi TT als Zweitwagen, das unternehmerische Ganze wird nie aus den Augen verloren und Weihnachten mit der ganzen Familie typisch deutsch gefeiert. So sieht er aus, der klassische CDU Wähler.
Der SPD Wähler
Die Möbel kommen aus Schweden und das Auto aus Wolfsburg. Der typische SPD Wähler fährt in den Ferien in den Schwarzwald oder nach Borkum, spielt gerne Gesellschaftsspiele wie etwa Monopoly und Mensch Ärger Dich nicht und trägt Armbanduhren, die in Deutschland und nicht in der Schweiz gefertigt wurden. Frühschoppen und Stammtisch sind ihm heilig und er benutzt zwei verschiedene Zahncremes, eine für morgens und eine für abends.
Der FDP Wähler
Nur nicht protzen lautet die Devise des FDP Wählers. Die Designerschuhe sind gut eingelaufen, die Rolex verschwindet diskret unter der Manschette und gefahren wird auch mal mit der U-Bahn statt immer nur im Volvo. Alle attraktiven Frauen sind blond, schlank und groß und die Emanzipation ist eine tolle Sache. Bier und Mixgetränke werden bevorzugt, genauso wie die Bratwurst beim IN Imbiss und die Hauptstadt der Welt ist New York City.
Der Grüne Wähler
Sie lauschen dem Dalai Lama und ziehen Kräuter auf der Fensterbank, sie retten den Regenwald und einzelne Kartoffelsorten, plädieren für Tunnel mit Beleuchtung, damit die Frösche auch den richtigen Weg finden, schätzen Yoga und Tantra Sex und sitzen auf Möbeln, die zu 100% biologisch abbaubar sind und von Hand geflochten wurden. In den Schulferien geht es mit den kleinen Rackern nach Wangerooge oder Spiekeroog, wenn überhaupt die Heimatzone verlassen wird. Die Nachbarn, die ihren Familienurlaub in Ankara vebringen, werden spätestens bei Schulbeginn mit einer höchst einseitige Diskussion zum Thema Tourismus konfrontiert.
Foto: © PeJo – Fotolia.com
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