Wenn Essen zur Kunst wird
Man kann essen oder man kann ein Essen zelebrieren. Alle die letzteres tun, ist es wahrscheinlich egal was sie auf dem Teller haben, Hauptsache es sieht toll aus.
Die erste Wahl
Im “El Bulli” im spanischen Gerona kocht Ferran Adriá auf dem allerhöchsten Niveau. Oder besser gesagt, er experimentiert in seinem Labor, pardon, in seiner Küche. Das “El Bulli” ist das teuerste Restaurant der Welt und es ist wahrscheinlich einfacher einen Termin zum Abendessen mit dem Papst zu bekommen, als einen Tisch im “El Bulli”. Nur sechs Monate im Jahr hat das Restaurant geöffnet, im restlichen halben Jahr denkt Ferran Adriá über neue tolle Gerichte nach.
Olivenölbonbons und andere Kreationen
Wer zum Beispiel im “El Bulli” ein Glas Wasser bestellt, der hat die Qual der Wahl zwischen gasförmigem, flüssigem und gefrorenem Wasser, denn hier wird das Wasser kunstvoll in den drei Aggregatszuständen serviert. Auch eine Schaumspeise zum Dessert ist möglich, die besteht allerdings nur aus Rauch.
Wie wäre es mit Iyophilisierten Tomaten? Ich weiß zwar nicht was das ist, aber es steht im “El Bulli” auf der Speisekarte. “Sphäre I” steht auch drauf. Das Ganze ist kein normales Essen, sondern eine Art Komposition aus Oliven, lila Knoblauch und ein paar Stengeln Gewürzkraut, die nicht auf einem Teller serviert, sondern kunstvoll auf dem Tisch drapiert werden.
Die Gemüsepanaché erinnert dagegen an eine übersichtliche Anordnung von allerlei Pillen wie man sie im Krankenhaus gereicht bekommt.
Auf den Geschmack gekommen? Dann nichts wie hin ins “El Bulli”! Allerdings bewerben sich jedes Jahr zwei Millionen Menschen um einen Platz, aber nur 8000 Plätze werden vergeben.
Foto: © Skogas – Fotolia.com
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