Samt – alter Stoff in neuem Glanz
Samt ist bereits seit 700 Jahren ein beliebter Stoff wenn es um Kleidung und Dekorationsstoffe geht. Jetzt erlebt der weiche Stoff eine Renaissance.
Prachtvoll
Samt war immer ein ganz besonderer Stoff. Im 13. Jahrhundert in Italien erfunden, war Samt etwas dass nur den Reichen und Mächtigen zu dieser Zeit vorbehalten war.
Zunächst diente Samt nur als Bezugsstoff für Kissen und Mobiliar, als Stoff für Vorhänge und schließlich auch als Kleidungsstoff. Wer einen Wams aus Samt trug, der war reich und mächtig, den kleinen Leuten blieb Leinen und Wolle vorbehalten.
Aber Samt war nicht nur auf Grund seiner weichen Oberfläche sehr beliebt, Samt hielt auch wegen seiner einzigartigen Verarbeitung im Winter schön warm.
Männer wie der englische König Heinrich VIII. pflegten ausschließlich in reich bestickter Samtkleidung aufzutreten, was ihnen ein imposantes Aussehen verlieh, aber auch wie im Falle Heinrichs die Figur sehr betonte, was nicht immer von Vorteil war.
Samt und Seide
Sie gehören einfach zusammen, denn kein anderer Stoff vermittelt so viel zeitlose Eleganz wie Samt und Seide.
Während reine Seide in vergangenen Zeiten ein sehr kostspieliges Vergnügen war, konnte sich im Laufe der Zeit fast jeder ein Kleidungsstück aus Samt leisten.
Das Geheimnis von Samt liegt in seiner Verarbeitung. Anders als Velours oder auch Plüsch hat Samt einen wesentlich kürzeren Flor, was seine Oberfläche so wunderbar weich macht.
Der Samt kehrt zurück
Nach den 1970er Jahren, als Samt ein Zeichen der Popkultur war, wurde es ruhig um den weichen Stoff. Jetzt ist Samt allerdings wieder da. Jacken und Mäntel aus Samt sind ebenso wieder im Trend wie Blusen und Schals aus Panne- oder Spiegelsamt.
Foto: © Julián Rovagnati – Fotolia.com
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