Anders reisen: Der Jakobsweg
Reisen mal anders: Während inzwischen viele Länder von Touristen besucht werden und es immer mehr Pauschalreisen zu sehr günstigen Preisen gibt, entwickelt sich eine immer stärkere Gegenbewegung – Individual-Reisen! Dabei werden inzwischen viele Länder und Reiseziele wieder entdeckt, die eigentlich keiner mehr auf dem Schirm hatte. Auch der Jakobsweg erfreute sich in den vergangenen Jahren einer stärker werdenden Beliebtheit – Zufall? Wir denken nicht, denn inmitten einer schnelllebigen und lauten Welt sehnen sich immer mehr Menschen danach, den Kopf frei zu kriegen und mal richtig abzuschalten: Ohne Handy, Terminplaner, Meetings und vollem Postfach.
Anstrengend, aber lohnenswert: Pilgern im 21. Jahrhundert
Der Jakobsweg wurde schon vor einigen Jahrhunderten angelegt – geriet dann aber wieder in Vergessenheit. Die klassische Strecke führt einmal quer durch den Norden Spaniens – darüber hinaus gibt es vier weitere Routen, die von Frankreich aus beginnen. Klassischerweise wird nicht viel Gepäck mit genommen – ein Schlafsack, robuste Bekleidung, die wichtigsten Kosmetika und eine Wasserflasche sollten meist schon genügen. Dafür gibt es auf dem Jakobsweg umso mehr zu entdecken – und natürlich lässt sich auch die ein oder andere Bekanntschaft schließen. Wer abgehärtet ist, schläft in einer der vielen Herbergen im Gemeinschafts-Schlafraum. Aber keine Sorge: Es gibt natürlich auch Unterkünfte mit Einzelbetten und einem eigenen Badezimmer!
Den Kopf frei kriegen: Pilgern auf dem Jakobsweg
Das Pilgern auf dem Jakobsweg wird von vielen auch als spirituelle oder religiöse Reise genutzt. Tatsächlich gibt es wohl keine bessere Möglichkeit, um mal wirklich zur Ruhe zu kommen und sich selbst neu kennen zu lernen, als ein wochenlanger Marsch durch die Natur. Wem das doch zu anstrengend ist, der kann natürlich auch das Fahrrad nehmen. Der prominenteste Pilgerer auf dem Jakobsweg war mit Sicherheit Hape Kerkeling, der nach sich nach einem Hörsturz und der Entfernung der Gallenblase in einer Lebenskrise befand und sich für sechs Wochen auf den Jaobsweg begab. Seine Eindrücke hat der Düsseldorfer in dem Bestseller „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ verarbeitet.
Foto: Didier Derrien / pixelio.de
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nett.
Wusst ich nicht, dass es einen Jacobsweg gibt.
Was mich interessieren würde – zu welchem Zweck er seinerzeit eingerichtet wurde?
viele Grüße
Angel