Die neue Männermode
Die Herrenmode für die Herbst/Winter Saison 2009/10 erhitzt die Gemüter. Zu weich, zu verspielt und zu feminin sagen nicht nur die Modekritiker. Aber die Männermode war tatsächlich schon mal maskuliner.

© Anja Greiner Adam – Fotolia.com
Schön warm
Burberry macht wirklich tolle Mode, aber die neuen Herrenpullover des englischen Labels sehen aus wie Minikleider und reichen bis weit über die Oberschenkel. Dazu werden kuschelige, lange Wollschals getragen, die aussehen, als hätte Oma sie gestrickt.
Armani präsentierte Pelzmäntel. Wer Pelze für Männer schon immer etwas affig fand, wird an diesen Modellen seine reine Freude haben. Knielang und wallend sind die Nerze und Zobel für den Mann im kommenden Winter.
Für den Abend
Der Smoking steht als Gesellschaftsanzug wieder im Mittelpunkt. Wenn es nach Paradiesvogel John Galliano geht, dann wird zukünftig auf die klassische Fliege verzichtet und stattdessen ein riesige Tüllschleife dazu getragen.
Dolce & Gabbano setzen auf Gestepptes. Der schwarze Samtsmoking mit schmalen Satinrevers erinnert ein bisschen an eine altmodische Bettdecke.
Ebenfalls ein Hingucker ist das brombeerfarbene Sakko aus Samt für den Abend. Perfekt wird das Sakko mit den farblich dazupassenden Slippern.
Dandy Look
Alexander McQueen macht aus jedem Mann einen neuen Oscar Wilde. Zum Dandy Look des exzentrischen Briten gehören großkarierte, weite Hosen und grob gestrickte Caps.
Die Designer von Etro sehen den Dandy 2009 in bunt schillernden Seidenpyjamas oder roten Anzügen mit orangen Schals und Häkelmützen.
Völlig aus der Rolle fällt übrigens Designer Phillip Lim. Der Newcomer schickt die Herren in edlen Jogginganzügen auf die Straße, wobei die Hosen sogar einen Tunnelzug haben.
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Pardon, aber ich sehe die aktuelle Männermode nur bedingt als “Mode”: zumindest was in den Geschäften ankommt, motiviert höchstens zur Ersatzbeschaffung, aber nicht zur Erweiterung des Kleiderschranks um ein modisches Must-have! Wie lange schon präsentieren Gaultier, Westwood und viele andere zB den Rock für den Mann? Aber keiner der Einzelhändler und Ketten ist in der Lage, damit den Markt zu erobern – sie versuchen es erst gar nicht, sondern kalgen wie schecht es ihnen geht. Selber Schuld!!!
Ich gehe aus diesem Grunde für meine Röcke in die Schneiderei um die Ecke: hier wird mir genäht, was ich haben will, und fertig. Damit kann ich auch zur Arbeit gehen!